Apr 11 2012

Späte Alltagshelden

Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Ostern! :lead:

Etwas verspätet, weil untergegangen zwischen Latein, Uni, einem verlorenen (und Gottseidank wieder aufgetauchtem) Portemonnaie, einem lahmenden Pferd und ein bisschen Kino in all dem Trubel, hier noch schnell die nachgeschobenen Helden des Alltags: Die sind nämlich ganz klar das ganz wunderbare Set aus Tasse und Schüssel, das ich bei Jovila im Blog gewonnen habe, und das in jeder Lebenslage die Stimmung umgehend aufheitert. Vielen lieben Dank dafür, ich habe mich so gefreut!

Ein weiterer Held ist übrigens der Löffel, der in der Tasse steckt, und den ich von meiner Mama zu Ostern bekommen habe. Unten drauf steht “hdgdl”, hihi.
:apple:


Apr 6 2012

Ohrringe Unterbringen

Ich besitze wirklich nur ganz wenige Ohrringe. Ein paar in silber. Eines in gold. Eines ein bisschen romantisch, mit Röschen, aber doch für den Alltag. Dann ein paar altmodische mit Porzellanhängern. Ach, und noch welche mit keltischen Mustern. Na, und die Holzkreolen. Und dann und wann braucht man ja auch mal was blaues. Und was weißes. Und passend zu dieser Haarforke und zu jenem Oberteil und zu der Kette, die man so gern trägt. Und hin und wieder, wirklich nur hin und wieder, passiert es ja auch doch mal, wie gestern, vor dem Theater mit C., daß man nichts böses ahnend in so einen Laden huscht, und mit Kamee-Ohrhängern wieder zu Tage kommt…
Wirklich, ich habe nur ganz wenige Ohrringe!

Bisher lag meine Sammlung in einem kleinen Schubladenkästchen. Je mehr es allerdings wurden, desto unübersichtlicher das Kästchen, so daß endlich eine Lösung hermußte. Entstanden ist so, ganz simpel, ein mit Stoff bespannten Sperrholzbrett, auf das ich einige unterschiedlich hohe Reihen Spitze gespannt habe, um die Ohrringe einzuhängen.  Alleskleber und ein paar Stecknadeln genügen schon. Tada…!


Apr 3 2012

Helden des Alltags

Eigentlich sind, pünktlich zum Unistart, Aspirin Complex, Salbei Bonbons und Metavirulent meine Helden des Alltags. Weil die aber keinen schönen Blogeintrag bieten, und auch gar nicht zum gerade wieder aufheiternden Wetter passen, werden die es nicht.
Meine ganz persönliche Heldin ist stattdessen Jovila, aber dazu an anderer Stelle später sicher mehr. Aber zwischen kranksein, schriftlichem Latinum und Bangen ob ich zum mündlichen darf hat sie mit ihrem Lostopf für einen ganz wunderbaren Lichtblick gesorgt.
:)

Ansonsten gibt es noch einen Alltagshelden: Meine neue Haarforke nämlich. Die gibts bei Silverdawnjewelry, zusammen mit allerhand anderen wunderbaren Schmuckstücken nicht nur fürs Haar – absolut zu empfehlen.


Mar 28 2012

Selbstrührerei

(Na, wer hat zuerst Selbstrührei gelesen? – Hab ich auch selbst erst geschrieben. Peinlich, peinlich!)

Worüber ich schon immer mal gern bloggen wollte, ist die Selbstrührerei. Die betreibe ich in erster Linie in Sachen Haarpflege: Wenn die Haare nämlich länger werden, brauchen sie unweigerlich mehr Pflege, und das ist gar nicht so leicht. Ich benutze nämlich schon seit über zwei Jahren keinerlei “Chemie” mehr in den Haaren oder der meisten anderer Kosmetik (unter “Chemie” verallgemeinere ich ganz stumpf die herkömmlichen Markenprodukte, die sich mit allerhand Inhaltsstoffen brüsten, bei denen Codecheck.info sich entsetzt vor Krebsbelastung sträubt, und die obendrein die Haare mit Silikonen verkleben und auch sonst wenig echtes Gutes bieten) und habe entsprechend meine Erfahrungen in den Alternativen gemacht.
Naturkosmetik bietet heutzutage glücklicherweise viele wunderbare Produkte in stetig wachsender Auswahl – nicht zuletzt  Dank Marken wie Alverde (DM) auch im erschwinglicheren Preisrahmen – woran es aber nach wie vor mangelt, sind vernünftige Leave-ins.

Was genau die eigenen Haare wollen und brauchen ist von Haaren zu Haaren abhängig – Struktur, Länge und nicht zuletzt auch Belastung. Es gibt eine Vielzahl von Ölen, die ein wunderbarer Anfang zum Probieren sind – empfehlen kann ich vor allem Macadamia-, Argan- und, nicht zuletzt, das gute, alte Olivenöl – Sheabutter, Kakaobutter, Kokosfett. Meiner Erfahrung nach wirken die meisten davon aber am besten in Mischung – und darum möchte ich euch hier das Rezept für meinen Haarspitzenbalsam vorstellen.

Rezept für Haarspitzenbalsam

Dieser Balsam (den man übrigens auch gut als Lippenbalsam zweckentfremden kann) kommt ganz ohne chemische Zusätze aller Art aus, ist schnell daheim herzustellen und hält in einem kleinen Blechdöschen weit über ein Jahr.
Den Haarspitzenbalsam alle paar Tage sparsam zwischen den Handflächen verreiben und in Haarspitzen und untere Längen geben, normal frisieren – fertig.

Man braucht:
Arganöl
Olivenöl
Lanolin (Wollwachs)
Kakaobutter
Aroma oder Parumöl
Bienenwachs

Außerdem ein mikrowellen- oder wahlweise feuerfestes Behältnis und einen Spieß oÄ. zum umrühren (ich nehme Wegwerf-Esstäbchen). Als Döschen für den Balsam empfehlen sich zB. Pillendöschen oder kleine Seifendosen.

Ich gestehe, die Mengen nie abzuwiegen, sondern grob nach Augenmaß vorzugehen. Gleiche Teile der Öle, ein, zwei Brocken Wachs und einen großzügigen Klecks Lanolin in das Gefäß geben und erhitzen (Die Mikrowelle ist weit komfortabler als der Herd) – Achtung, heiß!


Wenn das Wachs geschmolzen ist gut umrühren. Erst dann die Kakaobutter – ich bin großzügig damit und nehme in etwa die Hälfte der Menge der bereits vorhandenen Mischung in Kakaobutter – unter Rühren dazugeben. Ein paar Tropfen Aroma- oder Parfumöl nach Wahl dazu, nochmal gut umrühren, und in ein Blechdöschen füllen. Abkühlen lassen – fertig.

Wie bei Marmelade kann man übrigens vorher eine Art Geliertest betreiben und einen Tropfen auf eine Kühle Fläche geben um zu sehen, wie die Konsistenz wird. Ich mag den Balsam, wenn er gerade so fest ist, daß er unter den Fingern sofort schmilzt, das ist aber variabel. Wem es zu fest ist schmilzt es neu (durch die Kakaobutter sollte man aber vorsichtig sein, wird sie zu heiß, wird sie nicht mehr richtig fest) und gibt etwas mehr Öl dazu, wem es zu flüssig ist gibt mehr Wachs hinzu.


Mar 27 2012

Helden des Alltags – und ein Alltagsstöckchen

Helden des Alltags - mittels künstlerischer Freiheit zum Foto etwas unkonventionell umdrapiert

Helden des Alltags – das sind diesmal meine Kräuter, auch wenn der Großteil von ihnen erst noch dabei ist, Kraut zu werden. (Der tolle Umtopft steht übrigens sonst etwas intelligenter auf der Fensterbank, aber das ließ sich nicht gut fotografieren – ich stand ohnehin schon praktisch mit dem Kopf in der Dachschräge meiner Küche *g*) Melisse, Schnittlauch und Basilikum.
Und heute frisch gekauft, weils keine Samen gab und weil das für Ungeduldige wie mich dann ohnehin viel zu lange dauert: Minze. Nichts ist nämlich leckerer als Minztee aus ganz frischer Minze. Schmeckt ganz anders, als herkömmlicher Pfefferminztee – mögt ihr den auch so gerne?
Wer es nicht kennt: Die Stengel mit Stumpf und Stiel mit heissem Wasser überbrühen und am besten einfach in Kanne oder Tasse lassen. Herrlich!

:lead:

Bei Alex habe ich mir außerdem noch ein Stöckchen geschnappt, das mir gut gefallen hat, und das ich entsprechend gern weiterwerfen würde – dann mit Alltagsheldenfragen! Ich würde mich freuen, falls ihr mitmacht.
:)

Blog-Stöckchen

1. Verlinke die Person, die Dir das Stöckchen zugeworfen hat
2. Beantworte die Fragen, die Dir gestellt wurden
3. Bewerfe anschließend 5 weitere Leute mit dem Stöckchen und stelle ihnen neue fünf Fragen

*

Das Stöckchen habe ich von Alex von Hamtiness. Ich nutze die Chance und stelle sie hier bereits vor – dann habe ich unten einen Platz mehr, sonst hätte ich sie nämlich dort verlinkt, hihi.
Alex macht wunderbare Fotos, bei denen ich immer wieder ins Staunen gerate – umso mehr, wenn ich selbst auf der Fototour dabei war. Allen Bildern haftet irgendwie eine ganz besondere Stimmung an, der ich immer erfolglos nachzueifern versuche.

Alex’ Fragen:

1. Wie nimmst du dir Zeit zum Bloggen? Bereitest du Artikel vor oder schießt du deine Themen raus, wenn sie dir in den Kopf kommen?

Meist letzteres. Hin und wieder plane ich ein bisschen und verfasse Drafts mit dem Titel eines Beitrags, den ich irgendwann einmal verfassen möchte, aber meist ist es das Werk eines Tages.

2. Was bloggst du lieber, Texte oder Bilder?

Ha. Der wunde Punkt dieses Blogs. Wer ihn von Anfang an liest, erinnert sich möglicherweise dunkel(st), daß corrisande.co.cc eigentlich ein Blog über meine Schreiberei sein soll. Schreiben tue ich auch, (wie immer mit wechselnder Wortzahl und wechselndem Erfolg), aber viel zu selten fällt mir etwas ein, was ich dann auch wirklich darüber bloggen könnte. So habe ich angefangen, Fotos zu bebloggen und die schönen Dinge des Alltags – und habe eigentlich auch Spaß daran. Aber zumindest im Hinterkopf will ich den Gedanken behalten, daß das hier irgendwann wieder etwas mehr auf Text basiert. Allerdings wirds wohl selten einen Beitrag ohne Bild jeglicher Art geben.

3. Minimalistisch oder aufwendig, was ist dir lieber beim Blogdesign? Und: Bastelst du oft an deinem eigenen Blogdesign?

Och, je nachdem und je nach Blog. Ich finde, ein Design sollte übersichtlich sein, aber das hindert es ja nicht daran, aufwendig auszusehen. Nur Blogs mit obskuren Schriftarten und unleserlichen Schriftfarbkombinationen mag ich nicht so sehr. An meinem Blogtemplate selbst bastele ich nur sehr sporadisch und sehr dilettantisch – ich finde mich in HTML und CSS zurecht, aber mein Talent ist da äußerst begrenzt.

4. Computerspiele! Lieber PC, Konsole oder gar nicht?

Eigentlich lieber PC, obwohl ich die ganz alten Konsolensachen für Super Nintendo auch sehr gern mag.

5. Und nun, und dies aus eigenem, feministischem Interesse: Welche drei frauengeführten Blogs liest du gerne und warum?

Eine ganze Menge. Ich beschränke das jetzt aber mal auf drei eher unbekannte Blogs, die so eine Vorstellung bestimmt viel eher gebrauchen können als die, die ohnehin schon (wohlverdient) hunderte von Lesern haben. Hamtiness habe ich ja oben schon vorgestellt.

Ich finds schön: Lese ich noch gar nicht so lange – dabei ist es eben auch so ein Blog über die schönen Kleinigkeiten, die uns das Leben versüßen. Mag ich.

Bestsmellers: Ein Blog voller köstlicher Rezepte – eigentlich möchte ich nahezu jedes davon nachmachen.

Nähgestöber: Ein bisschen Alltag, ein paar Köstlichkeiten, ein bisschen was selbstgemachtes – genau die richtige Kombination.

Corrisandes 5 Fragen an die Blogwelt

Ich würde mich freuen, wenn sich jeder, der mag, das Stöckchen nimmt.  :pencil:

1. Wie findet ihr zu neuen Blogs für eure Leseliste?
2. Was versüsst euch den Alltag (im wörtlichen wie im Übertragenen Sinne)?
3. Es geht nicht ohne…?
4. Wenn ihr eine beliebige Sache in eurem persönlichen Umfeld ändern könntet, was wäre es?
5. Welchen 3 unbekannten Blogs verdienen eurer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit – und warum?


Mar 26 2012

Warum Glasmüll glücklicher macht

Der Glasmüll persönlich vielleicht nicht – der Glasmüll stellvertretend für diverse Banalitäten des Alltags aber schon. Weil nichts besser und hilfreicher in allen Lebenslagen ist, als vor die Tür zu gehen, ungeschminkt und ohne Jacke und ohne Tasche, nur mit Schlüssel und Kamera (und Glasmüll), und auf dem Rückweg von den Containern einmal in der Sonne um den Block zu laufen. Ganz unspektakulär. Ein Tag, an dem man draußen war, ist einfach glücklicher.


Mar 24 2012

Rundherum: März – Leben

Viel zu müde. Viel zuviel Latein. Ich glaube nicht, daß ich jemals so viel gelernt habe. Ist man irgendwann Abends damit fertig, ist man zu müde etwas anderes zu tun, und falls man noch wach genug sein sollte, kann man sich auf nichts anderes konzentrieren. Hört man Nachrichten oder jemanden sprechen, so markiert man geistig die grammatischen Strukturen und überlegt, wie sie wohl gestanden haben, und man weiß kaum, ob man sich den Prüfungstag endlich herbeiwünschen soll oder besser in weite Ferne.

Aber doch heute früh für ein Stündchen rausgekommen. Ohne Jacke, herrlich!
Projekt Rundherum, Thema Leben – was wäre passender.


Mar 20 2012

Die Helden des Alltags

Helden des Alltags habe ich diesmal gleich drei, die aber ein bisschen zusammengehören. Das erste ist eine kleine Orchidee, die mich im Supermarkt traurig anguckte – runtergesetzt auf 1,99€, mit geknicktem Trieb, eingedelltem Töpfchen, eingepferchten Wurzeln, ekligem Moos statt holziger Orchideenerde und abgefallenen Blüten. Konnte ich sie da stehen lassen?
Konnte ich nicht.

An der Kasse dann hantierte die Kassiererin beim Kauf vor mir ziemlich lieblos mit einer gekauften Azalee – krach, fiel sie um, und schon war ein Ast abgebrochen. Wie kann man nur! Vor lauter Schreck habe ich prompt vergessen, aufzurunden. (Rundet ihr auch schon alle auf?) – und das gebrochene Ästchen eingesammelt, damit es wenigstens noch in der Vase blühen darf. (Treiben Azaleen wohl Wurzeln im Wasser?)

Zu guter letzt konnte ich auch, schon nach 2 Wochen, einen der beiden schönen Ableger von Nähmarie einpflanzen. Das kleine Samtpflänzchen hat erstaunlich schnell Wurzeln getrieben, und nun hat es ein gemütliches Sonnenplätzchen gefunden. Nochmal vielen Dank für den Ablegertausch (der übrigens weiterhin aktiv ist – mag nicht noch jemand einen Ableger tauschen?)! – Ableger Nummer 2 steht noch im Wasser, aber auch da regt sich etwas.

:lead:


Mar 18 2012

Gauck!

Gauck!
Es beruhigt mich ungemein, daß es eben doch noch jemanden gibt, oder daß es endlich jemanden gibt, von dem ich sagen kann: Mein Bundespräsident! Und einer, der den Satz verinnerlicht hat, den ein anderer Pastor einmal sagte und der mich sehr bewegt hat: “Nicht das Öl im Getriebe des Systems sein, sondern der Sand.”
Und allein die ersten paar Sätze, die er zB im Bericht aus Berlin äußert, sind intelligenter als alles, was in der deutschen Politik gemeinhin gesagt wird.

Aber abseits dessen möchte ich mich bitte einsargen. Je mehr ich lerne, desto dümmer fühle ich mich. Ich habe keine Vorstellung, wie ein Normalsterblicher die “Ergänzungsprüfung Latein” jemals bestehen soll.


Mar 16 2012

Ein bisschen Frühling – und Nordseebilder II

An einem wunderschönen Frühlingstag, der mit Vogelzwitschern und Sonnenschein aufwartete, trafen sich zwei, um stupide das zu tun, was sie seit Wochen tun – lernen, nämlich für die entsetzlichste, furchtbarste, schwerste Prüfung, die zumindest in meiner Universitätskarriere droht. Wie ein riesenhafter, düsterer Berg ragt die in zwei Wochen vor uns auf, und ich habe keine Vorstellung, wie dieser ganze entsetzliche Berg in nur drei Stunden bewältigt werden soll.
Aber zwei Stunden über Mittag war es warm genug, daß wir uns einfach vor die Uni gesetzt haben zum lernen – und so hatten wir auch noch was vom Frühlingstag. 

Darum jetzt nur einige weitere der Fotos von den paar Tagen an der Nordsee – Amrumimpressionen.


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